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Medizintechnologie und patientennahe Anwendung



Hamburg und Schleswig-Holstein können vor allem durch die Größe und Markdominanz der hier agierenden Großunternehmen als idealer Standort für Medizintechnik angesehen werden. Kaum eine andere Region hat mit Bereich medizintechnischer Forschung und Entwicklung eine vergleichbare ausgeprägte Wirtschaftsstruktur.


Standort mit Tradition

 

In rund 300 Unternehmen der Medizintechnik sind über 16.000 Menschen beschäftigt. Diese Stärke kommt nicht von ungefähr. Bereits 1896 hatte Carl Heinrich Florenz Müller in Hamburg die ersten Röntgen-Röhren hergestellt und die Stadt damit zum Mittelpunkt innovativer Bildgebungstechnologie gemacht. In dieser Tradition entwickelt und produziert Philips Medizin Systeme heute am Standort Hamburg hochmoderne Bildgebungstechnologie. Weitere bedeutende Unternehmen sind die Olympus Optical Europe GmbH und die Olympus-Tochter Olympus Winter & Ibe GmbH mit hohen Marktanteilen im Bereich der Endoskopie und OP-Technologien zu nennen.


 

Region mit enormen Wachstumspotenzialen

 

Besonders in Schleswig-Holstein hat sich die Medizintechnik zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. Hier sind über 200 Unternehmen ansässig, überwiegend kleine innovative Firmen, die im Bereich der Entwicklung und Herstellung medizintechnischer Produkte tätig sind. In Schleswig-Holstein gehört die Medizintechnik zu den stärksten Wirtschaftszweigen. Allein in der Region Lübeck wird von 50 Unternehmen ein jährlicher Umsatz von rund 500 Mio. Euro erzeugt. Größtes Unternehmen in Schleswig Holstein ist die Dräger Medical, die von Lübeck aus ihre Produkte für den akuten Klinikbereich und Home Care weltweit vertreibt. Weitere weltbekannte Unternehmen sind Ethicon und Söring, die mit ihren innovativen Produkten im Bereich der OP-Technologien führend sind.

 


Spitze in Forschung

 

Die ausgeprägte Forschungslandschaft steht hier in enger Verbindung zu Unternehmen. Die Nordländer besitzen in Forschung und Entwicklung die notwendige entsprechende Spezialisierung für einen langfristigen Erfolg. So gibt es bereits in beiden Ländern Studiengänge im Bereich Medizintechnik. Am Laserzentrum in Lübeck, am Forschungszentrum Borstel und dem Fraunhoferinstitut in Itzehoe werden Grundsteine für Behandlungsmethoden und innovative Technologien der Zukunft gelegt.

 

 

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