Am 12. Mai 2010 fand die 7. Hamburger Studententagung zur Medizin- und Biotechnologie statt. NachwuchswissenschaftlerInnen präsentierten an der Universität Hamburg einem Publikum von rund 280 Teilnehmern aus Akademie, Industrie und Politik ihre Arbeiten zur Medizintechnik, Biotechnologie und Pharmazeutik und gaben einen aktuellen Einblick in die vielfältige Life Science Forschung der Hamburger Universitäten und Fachhochschulen.
Neben den Einblicken in zukunftsweisende Forschung dient die Tagung der Vernetzung von wissenschaftlichem Nachwuchs und Wirtschaft und hat sich inzwischen auch als Recruiting-Plattform für die Industrie bewährt. So ist jährlich eine wachsende Anzahl großer und mittelständischer Unternehmen der Life Science Branche vertreten, die die Tagung u.a. für die Suche nach zukünftigen Mitarbeitern nutzen.
Die Studententagung wurde in 2004 durch die Hamburger Hochschulen mit Life Science Studiengängen (Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, Technische Universität Hamburg-Harburg, Universität Hamburg und Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf) ins Leben gerufen und freut sich seitdem wachsender Beliebtheit. Mit einer jährlichen Steigerung der Teilnehmerzahlen von ca. 10% und rund 280 Teilnehmern in 2010 ist die Veranstaltung heute ein Erfolgskonzept. Und auch die Qualität der Vorträge nimmt von Jahr zu Jahr immer mehr zu. „Wir sind sehr erfreut über die Professionalität, mit der die studentischen Referenten mittlerweile ihre Arbeiten präsentieren. Den auf der Tagung anwesenden Personalverantwortlichen bietet sich ein großer Pool an hochqualifiziertem Nachwuchs,“ so Hans Kuhn, Norgenta Norddeutsche Life Science Agentur GmbH, die die Koordinierung zusammen mit dem Bay to Bio Förderverein Life Science Nord e.V. verantwortet.
Eröffnet wurde die Tagung durch einen Vortrag von Prof. Dr. Horst Weller, der das Thema Nanotechnologie präsentierte. Den Abschluß machte Thorsten Hagens von Olympus Surgical Technologies Europe, der die Karrierechancen bei Olympus vorstellte.
Der 1. Preis für den besten Vortrag in Höhe von 1.500 € wurde in diesem Jahr an Lukas Vogler (Hochschule für Angewandte Wissenschaften) für seine Präsentation „Anwendung der Norm IEC 80001-1 in Krankenhäusern – Aufgaben und Verantwortlichkeiten bei der Integration von Medizinprodukten in IT-Netzwerke“ verliehen.
Der Preis in Höhe von 500 € für die beste Posterbeteiligung ging an Alexander Basner aus dem Institut für Technische Mikrobiologie der Technischen Universität Hamburg-Harburg für das Poster mit dem Titel „Stabilitätsoptimierung einer kälteaktiven Lipase durch gerichtete Evolution“.
Weitere Vortragspreise erhielten:
Christian Voß, Institut für Mikrosystemtechnik der Technischen Universität Hamburg-Harburg: „Mechanisches Mikrosystem zur Wiederherstellung der Rückenmarkskontinuität bei Querschnittslähmung“
Till Köhne, Institut für Osteologie und Biochmechanik, Uniklinikum Hamburg-Eppendorf: „Biomineralization of calcified tissues in osteopetrosis“
Christoph Kronberg, Benjamin Schulze, Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg: „Oberflächen in der Medizintechnik – Beschichtung und Formgebung in einem Schritt“
Cindy Meyer, Institut für Biochemie und Molekularbiologie, Universität Hamburg: Interleukin-6-Rezeptor-spezifische RNA-Aptamere“
Die Preisgelder wurden von Unternehmen aus der Life Science Nord Region Hamburg und Schleswig-Holstein gestiftet.
Detailllierte Informationen können Sie dem Tagungsband entnehmen.



